Apotheken-Helferin besorgte Ex Steroide für 137 000 Euro

Was bei dieser Aktion im Fokus stand, ist für mich das große Feld des Arzneimittelmissbrauchs, der aber landläufig eben auch unter dem Begriff Doping firmiert«, so der Pharmakologe. Diejenigen, die in diesem System gefangen seien, seien quasi verloren, ähnlich wie Drogenabhängige, denen man auch nur äußerst schwer helfen könne, so Sörgel. Sportler, die Anabolika nutzen, gefährden zusätzlich ihr Herz-Kreislauf-System. Das kardiovaskuläre Risiko ist deutlich erhöht gegenüber Nichtnutzern, was sich in Bluthochdruck, Atherosklerose, Herzversagen etc. äußern kann [14]. Die Steroide verursachen Fettstoffwechselstörungen, die sich in erniedrigten HDL-Spiegeln und erhöhten LDL-Spiegeln manifestieren [6].

Viele Sportler gingen davon aus, dass die Kameraden auch Anabolika konsumiert haben, um die eigenen Ziele zu erreichen. Dopingskandale und der Missbrauch von Arzneimitteln zur Leistungssteigerung standen häufig in der Familie Krivec zur Diskussion. Krivec kontaktierte 121 ehemalige männliche https://hippieux.com/2023/08/18/turanabol-10-mg-balkan-neue-dosierung-fur-bessere/ Leichtathleten, davon haben sich etwa ein Drittel zum Sachverhalt geäußert. 31 Ex-Sportler haben zugegeben, sich im genannten Zeitraum mit Anabolika gedopt zu haben. Sechs davon werden sogar namentlich genannt, darunter die Kaderathleten Klaus-Peter Hennig, Alwin Wagner und Gerd Steines.

Impfen in Apotheken

Da Estrogene, sowohl körpereigene als auch aromatisierte androgene anabole Steroide, die Freisetzung von Gonadotropin besonders stark inhibieren, sind sie ein wichtiger Ansatzpunkt. Im Rahmen dieser Strategie versucht der Steroid-Konsument, sich die anti-estrogene Wirkung der Selektiven Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM) Tamoxifen und Clomifen zunutze zu machen. Studien haben gezeigt, dass diese Wirkstoffe die Gonadotropin- und Testosteron-Freisetzung gesunder sowie in ihrer Fruchtbarkeit eingeschränkter Männer stimulieren können [9, 10]. Eine weitere Möglichkeit, die körpereigene Testosteron-Produktion nach einem Steroidzyklus wieder hochzufahren, bietet humanes Choriogonadotropin.

Der riskante Missbrauch androgener anaboler Steroide ist weit verbreitet

»Ähnlich wie sie Patienten betreuen, die Antihypertonika oder Cholesterolsenker einnehmen, sollten Apotheker vermehrt auch die Sportszene in ihrer Umgebung wahrnehmen und bei Bedarf auch dort Beratung anbieten«, rät Sörgel. Schließlich sei es ein gutes Zeichen, wenn sich Kunden und Patienten einer Apotheke anvertrauen. Denn es gibt Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass Kunden oder Patienten in den Sog dieses fatalen Fitnesstrends geraten. Apotheker können wahrnehmen, wenn Kunden, die beispielsweise in der Apotheke ein Nahrungsergänzungsmittel gekauft haben, von Wirkungslosigkeit berichten und nach Alternativen fragen. »Passiert das wiederholt, sollte man auch einmal von diesen Präparaten abraten und nachfragen, ob sich der Patient noch anderweitig Substanzen zur Leistungssteigerung besorgt«, erläutert Sörgel. »Ich betrachte Dopingmittel eigentlich als die Wirkstoffe, die Leistungssportler zur unerlaubten Leistungssteigerung einsetzen.

Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT) sind zuständig für die Ausbildung der primären und sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale während der fetalen Entwicklung bzw. Die Hormone halten zudem die männliche Sexualfunktion aufrecht; Testosteron reguliert die Spermienproduktion und ist wichtig für Libido und Potenz, DHT fördert die Bildung des Prostatasekrets. Neben dieser androgenen Komponente hat das Hormon auch zahlreiche anabole Eigenschaften. Testosteron steigert die Protein- und Nukleinsäure-Synthese, fördert den Muskel- und Knochenaufbau, stimuliert die Erythrozytenproduktion und regt die Talgdrüsen an. Analog leidet der weibliche Organismus stark unter den Auswirkungen der Anabolika [6, 11].